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Die Schulmädchen (Teil 2)

Die Schulmädchen (Teil 2)

Vielen Dank an "(c) 2004/2005 mafrawi@web.de" für diese Geschichte, welche wir per E-Mail erhalten haben.

Während des gesamten Wochenendes hatte das Erlebnis mit Silke und ihren Freundinnen mächtig in Ray gearbeitet. Mal hatte er sich viele Gedanken gemacht, wohin das noch führte. Dann wieder war er gefühlsmäßig hingerissen gewesen. Und nicht nur einmal hatte ihm durch irgendeinen Auslöser spontan die Lanze hoch gestanden. So beispielsweise als er im Fernsehen einen laufenden Wasserhahn gesehen hatte. Seine Geilheit darauf, das Erlebte in allen erdenklichen Variationen, Tiefen und Ausschreitungen zu wiederholen, war ihm klar geworden.

Am Dienstag, nach dem Rambald die Schulmädchen kennengelernt hatte, besuchte er Silke das erste Mal alleine.

«Ich habe dir etwas in die Thermoskanne in der Küche gemacht», sagte Silke zu ihm.

Ray sah sie mit fragendem Blick an, und sie drängte: «Na, nun mach schon, hole sie! Und bring' dir ein Glas mit.»

Er verließ ihr Zimmer und ging nach nebenan in die Küche. Wieder einmal staunte Ray, wie weit man von hier über die Stadt blicken konnte. Kaum ein Wölkchen stand am Himmel, vor hellblauem, sonnenbeschienenen Hintergrund zeichneten sich die Häuser klar ab. Der Regen in der Nacht zuvor hatte allen Staub weg gewaschen, aber, obwohl warm und bereits vier Uhr nachmittags, kontuierte sich alles sehr klar.

Die Thermoskanne stand auf der Arbeitsfläche, er nahm sich ein Glas aus dem Küchenschrank. Und er konnte nicht widerstehen, zwar sicher vermutend, was darin sein würde, aber er musste zuallererst in die Kanne hineinschauen, vielmehr eigentlich hineinriechen. Sie schien bis oben hin voll zu sein, und als Ray den Deckel abgeschraubt hatte und ein Rufen von Silke vernahm: «Wo bleibst du denn!» roch er es schon. Silke war eine kleine Sau! Und diesesmal hatte sie vielleicht sogar eine wirkliche Dummheit begangen.

Als Ray wieder in ihrem Zimmer stand, kniete sie vor ausgebreiteten Video-Hüllen, denn sie meinte, sie müsse ihm zunächst ihre Sammlung ordinärer Filme zeigen.

«Hast Du's gefunden?» fragte sie.

Er nickte und stimmte geistesabwesend zu mit einem: «Ja, ja.»

Neugierig und konzentriert, nichts auf den Teppich zu tröpfeln, goß Ray sich das Glas aus der Thermoskanne voll. Als er das klare Getränk sah, musste er grinsend den Kopf schütteln. Silke lebte einfach nach ganz anderen Normen, so ganz anders, dass viele Menschen sie wohl einfach ablehnen mussten.

Ray probierte aus dem Glas einen Schluck, und Silke sah zu ihm hoch: «Und? Ist es noch warm genug?»

Lachend antwortete er: «Sicher! Aber frisch schmeckt's einfach am besten!»

Sie lachte zurück: «Du warst halt vorhin nicht da! Nun trink Mal schön, dann geb' ich dir nachher noch 'was Frisches.»

Von der Farbe her hätte man es sicher gerade noch als Kamillentee verkaufen können. Aber bereits der typische Geruch, mehr noch der Geschmack ließen keinen Zweifel daran: sie hatte in diese Kanne gepinkelt. Der Urin war noch lau warm, und Ray machte Silke darauf aufmerksam, dass man die Kanne vorher am besten mit kochendem Wasser ausspült.

Als Dank dafür erntete er «Gute Idee!» von ihr.

Aber es war keine so gute Idee, eine Kanne zu nehmen, aus der sonst Kaffee oder Tee getrunken wurde. Er sagte es ihr und, dass sie sie unbedingt sehr gut ausspülen müsse, damit man später nichts mehr davon rieche oder schmecke. Dann fragte Ray, wann ihre Mutter wiederkäme. Gegen neun heute abend sei das.

«Muss deine Mutter immer so lange arbeiten?»

«Ja, von Montag bis Freitag, samstags nur alle zwei Wochen. Sie ist halt ganz zum Spätdienst verdonnert, weil sie viele Kolleginnen hat, die kleine Kinder haben und deswegen morgens arbeiten müssen. Aber ich find's gut, dann brauche ich nicht immer zu gucken, wann sie bis abends Dienst hat.»

Sie schauten ihre Videos durch. Und dabei trank Ray Glas für Glas ihre lauwarme Pisse aus der Thermoskanne. Sicher hätte er auch Limo oder Cola getrunken; da aber die Freundschaft damit begonnen hatte und auf derartige Schweinereien aufbaute, tat er ihr und sich diesen Gefallen.

Silke hatte weit mehr als fünfzig Sex-Videos, sie sagte, sie hätte 78 Stück. Die wenigsten davon waren absoluter Hardcore, vielleicht zehn oder zwölf, doch die meisten hatten zumindest im Ansatz ein perverses Thema. Und so unterhielten Silke und Ray sich darüber ganz freizügig, eben so, als sei es das Normalste von der Welt und als könne man in jeder beliebigen Kneipe um die Ecke laut darüber diskutieren und hätte nur Freunde dabei.

Sie hatten jedenfalls ihren Spaß damit, und Silke schätzte es, mit jemandem einmal ausführlicher, ohne irgendwelche Vorurteile oder Einschränkungen, die aus Ablehnung, Unerfahrenheit oder ähnlichem resultierten, über ihre unnormalen Lieblingsthemen zu reden. Nach und nach stellte sich heraus, dass sie gemeinsam ihre perversen Phantasien ausleben wollten. Nun war sie aber gerade erst sechzehn, musste noch ein Jahr zur Schule gehen, und das könnte ein Problem dargestellt haben. Ray schilderte ihr also seine Skrupel, und sie verstand, worauf es hinaus laufen könnte, wenn sie beide dabei nicht aufpassten.

Zwar hatte Ray schon eine Idee, was Silke unternehmen könnte, um auch in ihrem Alter vor dem Gesetz mit allen Rechten und Pflichten als erwachsen zu gelten, aber das stellte sich erst bei einem der nächsten Treffen heraus.

Jetzt sagte sie: «Los, trink aus! Ich muss Mal!»

Ray leerte sein Glas mit einem Zug. Dann zog Silke ihren Rock und ihren Slip aus und verlangte, dass er sich hinlegen solle. «Oh, ja! Das ist gut!» sagte er noch, da saß sie schon mit ihrer Scham auf seinem Mund, es dauerte einen kleinen Augenblick … dann pinkelte sie in ihn hinein. Das war ihm der leckerste Saft, den er ab da ziemlich regelmäßig zu trinken bekommen wollte. Und er freute sich auf immer mehr von ihr!

Ray leckte die Perlen von Urin aus ihren kurzen Schamhaaren, und sie ließ ihn unter Seufzen weiter machen. Sie würden wohl keine zehn Minuten mehr gebraucht haben, bevor …

Das Schloss an der Wohnungstüre ging, und kurz darauf hörte man ein klangvolles: «Silke! Ich bin schon da!»

Die Mutter kam gerade nach Hause, viel zu früh um halb sechs. Schleunigst standen Ray und das Mädchen auf, Silke sich ihren Rock an, ihr Höschen lag noch auf dem Polster ihres Bettes. Die ganzen Videos waren auf dem Boden im Zimmer verteilt! Gott! Schnell! Silke warf ihre Bettdecke darüber. ‹Puh! Glück gehabt›, dachte Ray, als ihre Zimmertür aufging und die Mutter ihren Kopf reinsteckte: «Liebling! Ich …», sie stockte, «Ach, du hast ja Besuch.»

Ray stand auf und begrüßte Silkes Mutter per Handschlag. Dabei merkte er, dass sie vertraute, denn weder zog sie ihre Hand vorzeitig zurück, noch hatte sie sich geziert, Ray die Hand zu geben; ihre Handflächen berührten sich.

«Macht ihr zusammen Mathe, oder was?» fragte die Mutter.

«Mathe, Deutsch und ein bisschen Englisch», antwortete Ray.

Die Frau war nicht nur beruhigt, nein, sie lobte sogar ihre Tochter, dass sie endlich Nachhilfe nähme. Dann bat sie, Silke möge doch bitte das Zimmer aufräumen, wenn denn jemand zu Besuch sei, griff sich die Thermoskanne mit «Was macht denn die hier?».

«Oh, das ist mein Tee! Kamillentee!» antwortete Ray etwas hektisch und ließ sich die Kanne zurückgeben. Kurz darauf meinte er, der Tee sei schon kalt, und ging mit der Mutter in die Küche, um den Urin daraus so unauffällig wie möglich zu entsorgen und die Thermoskanne drei- oder gar viermal auszuspülen.

Sehr kurz hatten sie sich einander in der Küche vorgestellt und die Frau lobte, dass ‹Herr Rambald› so gut sorgen würde.

Silke und Ray konnten jedenfalls von Glück sprechen, dass die Mutter nichts von dem, was wirklich passierte, bemerkte.

Ray unterhielt sich einige Minuten lang mit Silkes Mutter, zunächst in der Küche, dann im Wohnzimmer. Gerade entwickelte er dabei aus fiktiven, vergangenen Gründen einen neuen Plan des Geschehens. Selbstverständlich wollte er Silke und ihr gemeinsames Treiben damit decken, aber es hörte sich tatsächlich gut an, sehr gut sogar. Und so entfaltete sich daraus in diesem Augenblick der Plan, der später auch mehr oder weniger durchgeführt wurde.

«Wieviel nehmen Sie denn die Stunde?» fragte Frau H.

«Zwölf Mark für die erste und zehn für jede weitere» antwortete Ray.

«Oh, das ist schon recht teuer für die Nachhilfe unserer Silke. Aber Sie werden wohl auch, wie sagt man?, pädagogischen Hintergrund haben?»

Ihre Vermutung war zwar als Frage gemeint, und Ray antwortete: «Nein, keinen pädagogischen, denke ich, aber viel psychologischen. Ich glaube, ich kann mit Kindern und Jugendlichen gut umgehen.»

Silkes Mutter freute das. Und unter dem Kontext zu wissen, dass sie mit ihrer Tochter hier alleine lebte, und Ray vermutete, dass die Mutter keinen Freund, zumindest keinen festen Freund hätte, stellte er fest, dass er wohl auch mit ihrer Altersklasse von Anfang Vierzig bestens umgehen konnte. Ray vermutete nicht unbegründet, dass Silkes Mutter in der Tat alleinstehend war. Neugierig wie er war, hatte er zuvor einmal in den Schmutzwäschebehälter im Badezimmer geschaut und fand dort weder Herrensocken noch Unterhosen oder andere Herrenkleidung.

Ray und Frau H. redeten noch eine ganze Weile über ein paar eher belanglose Sachen, und sie ließ durchblicken, dass sie ihn für sich selbst interessant fände.

«Herr …, ähm, Rambald, ich brauche selbstverständlich keine Nachhilfe. Aber ich fände es nett von Ihnen, wenn Sie sich anschließend, also nachher, noch einen Moment zu mir ins Wohnzimmer setzen», meinte sie.

Ihren Unterton hatte man gehört. Und an sich bemerkte Ray, dass er Silkes Mutter mit einem Mal begehrte.

Frau H. meinte schließlich noch, dass sie ihn für die Nachhilfestunden ihrer Tochter bezahlen wolle, damit Silke ihr in der Videothek verdientes Taschengeld nicht dafür aufbrauche. Ray betonte daraufhin, dass sie heute den ersten Termin und rein zur Orientierung hätten, und er dafür nur zehn Mark pauschal in Rechnung stellte. Alles weitere wollte er per Stundenplan zweimal im Monat abrechnen. Damit war Silkes Mutter einverstanden, und sie drängte ihn, sie wolle ihn später, also nach dem Orientierungsnachmittag, noch einmal sprechen.

Silke hatte durch den Spalt ihrer angelehnten Zimmertür weitgehend alles mitgehört, während sie ihre Videos vor ihrer Mutter in Sicherheit brachte und wegschloss. Als Ray wieder bei ihr war, musste sie ironisch lächeln. Dann machten sie sich über ihre Schulbücher her und besprachen leise ihr weiteres Vorgehen.



Zwischendurch schaute Frau H., Mütter sind wohl so, immer wieder einmal in Silkes Zimmer, stellte Fragen, bot etwas zu Essen und zu Trinken an, in einem Satz: sie konnte es einfach nicht lassen, ihre Tochter beziehungsweise das Geschehen darum zu kontrollieren.

Als Ray ihre ständigen Störungen zu viel wurden, brachte er Silkes Mutter mit freundlichen, aber nachdrücklichen Worten dazu, draußen zu bleiben. Und tatsächlich beschäftigte sie sich dann alleine in Küche und Wohnzimmer, so dass er zuletzt ohne weitere Aufforderung zu ihr ins Wohnzimmer gehen musste.

Bis dahin hatte Ray in größter Ruhe mit Silke alles beredet, wie sie ihre Beziehung weiter führen wollten. Weil dazu aber auch das Thema Schule und eben die erwähnten Fächer gehörten, flocht sich das mit ein.

Erstaunt war Ray über Silkes guten Kooperationswillen.

Künftig ließ sie sich nämlich von ihm eine echte Nachhilfe geben, und das zeichnete sie bereits mit dem nächsten (Halbjahres-) Zeugnis sehr angenehm aus. Vieren oder gar Fünfen gab es in Mathematik gar nicht mehr, und Dreien waren selten. In Deutsch und Englisch war sie eine guter Dreier-Kandidatin geworden, und auch in den sozialen Fächern wie Geschichte fand sich keine einzige Vier mehr. Nachdem sie sich zweimal zu den Übungsnachmittagen bei ihr getroffen hatten, änderte sich das Geschehen darum ein wenig. Ihre anderen vier Freundinnen, die sie ja häufig mitbrachte, nahm Ray mit Nachhilfe ebenso unter die Fittiche, und er freute sich auch über deren Erfolg. Irgendwann vereinbarten sie zusammen mit Silkes Mutter, dass Silke hin und wieder auch zu ihm zur Nachhilfe kommen solle, dann gab Ray die Stunden für nur acht Mark, da er dann ja keinen extra Aufwand mit der Anfahrt hatte. Sicher, bei ihm Zuhause übten sie weniger für die herkömmliche Schule als mehr für die des Lebens; Ray achtete aber trotzdem darauf, dass sie ihr Lernpensum schaffte.

Aber das soweit nur alles am Rande.

Später an diesem Nachmittag fand Ray heraus, dass Silkes Mutter wegen eines Arzttermins früher Feierabend gemacht hatte und nicht mehr zurück ins Geschäft musste. So trug er Silke auf, dass sie herausbekommen solle, bei welcher Art Facharzt ihre Mutter gewesen war und wann der nächste Termin anstünde.

Sie kam aus dem Wohnzimmer zurück und sagte: «Gü…, äh, Frauenarzt.»

Begeistert war Ray dann von ihrer Geschicklichkeit, die sie ihm erzählte. Sie hatte mit ihrer Mutter vereinbart, mit zum nächsten Arzttermin zu gehen, und das wollte sie dann auch künftig so machen, also immer gemeinsam mit Ihrer Mutter zum Arzt gehen, damit sie vor ihr auf der sicheren Seite sei. Ray musste grinsen.

Silke und Ray besprachen noch, wann sie sich den Rest dieser und in der kommenden Woche treffen wollten und wie sich Übungsstunden und eventuelle Hausaufgaben so legen ließen, dass sowohl Video-Nachmittage als auch Treffs zu zweit nicht zu kurz kämen. Dann sagte Ray zu ihr, dass er jetzt die Nachhilfestunden ihrer Mutter konkret verkaufen müsste, damit sich der besprochene Plan erfüllte.

Bevor Ray Frau H. im Wohnzimmer aufsuchte, ließ er Silke eine ganz andere Hausaufgabe beginnen, denn er wollte ja mit ihrer Mutter alleine und ebenso ungestört sein. Silke musste ihm alle Titel ihrer Videos abschreiben und mit mindestens ein paar Stichworten zu dem jeweiligen Inhalt; das dauerte eine geraume Weile. Er sagte ihr erklärend, es würde sich gut vor ihrer Mutter machen, wenn sie jetzt noch etwas beschäftigt wirke, sie solle sich dabei Zeit lassen, mindestens eine halbe Stunde. Und Silke, die das für sich als einen hervorragenden Trick befand, hatte ihm dafür einen Zungenkuss rein gedrückt.

Ray bat Silkes Mutter nun mit einem Augenzwinkern, die Tür des Wohnzimmers zu schließen. Dann unterhielt er sich mit ihr, nicht allzu laut. Er schwindelte, dass er Silke eine Aufgabe machen ließe, die er später mitnehmen und Zuhause kontrollieren wolle. In gewisser Weise war dies ja auch so.

Dann besprachen sie, wie Ray weiter vorgehen wollte, damit die Tochter künftig gute Leistungen in der Schule erbringen würde. Frau H. stimmte ihm darin voll zu, dass ein regelmäßiges Üben erforderlich sei, zwei- bis dreimal die Woche wäre gut und bezahlbar für sie, und er machte sie darauf aufmerksam, dass, sobald er dafür eingerichtet sei, ihre Tochter auch zu ihm kommen könne. Der Stundenpreis wäre dann geringer.

Für Frau H. als Silkes Mutter schien damit alles besprochen zu sein. Da sie sich, es war gegen acht Uhr abends, Wein als Getränk genehmigt hatte, bot sie Ray nun auch ein Glas Wein an. Sie wolle ihn gerne näher kennenlernen. Als Ausrede gab sie aber wieder die Sorge um ihre Tochter vor.

So unterhielten sie sich über den sozialen Hintergrund von ihr. Sie war seit drei Jahren geschieden, lebte mit Silke alleine, erhielt dafür aber keinen Unterhalt. Sie ging auf einer Dreiviertel-Stelle als Kassiererin arbeiten, meist nachmittags und abends, und manches Mal zusätzlich auch vormittags. Damit konnte sie recht gut den Unterhalt für sich und ihre Tochter bestreiten. Lediglich käme Silke dabei zu kurz.

Ray erzählte ihr, dass er alleine lebte, und marterte sich schon, was er denn weiter erzählen solle, um den gewünschten Eindruck aufrecht zu erhalten. Frau H. nahm Ray die Sorge ab, indem sie das Gespräch wieder aufnahm. Sie meinte, es seien selten frische Männer zu finden, und das meinte sie ‹sowohl …, als auch …› Ray verstand und nahm die Schmeichelei entgegen, indem ich ihr mit dem gerade gefüllten Weinglas zuprostete. Das reine Zuprosten genügte Frau H. nicht, sie neigte sich ihm entgegen und stieß mit ihm an. Er spürte, dass damit besiegelt war, dass sie zwei, etwa altersentsprechend, bald zusammen ins Bett steigen würden.

Da Frau H. Ray wohl einen sorgsamen Gedanken vom Gesicht ablas und er sich wiederum danach fragte, denn, was wäre, wenn Silke mitbekäme, wenn er mit ihrer Mutter schliefe, äußerte er, dass er für ‹Mathe 10. Klasse› über keine Arbeitsmittel verfügte. Sie versuchte, diesen Gedanken damit wegzuwischen, dass Silke ja die nötigen Schulbücher hätte. Das lockte Ray aus der Reserve, denn sein Gesichtsausdruck würde verraten haben, dass er weiter eine Sorge hegte. Wieder einmal in diesem Wohnzimmer musste Ray die Initiative ergreifen, so vorsichtig und sorgfältig wie möglich.

«Frau H., ich heiße Rambald und für Freunde Ray», sagte er ihr.

Gespannt, was nun kommen würde, meinte sie, sie hieße Isolde.

«Angenehm – Isolde …», wiederholte Ray als würde er ihren Namen auf der Zunge seines Geistes sanft zergehen lassen. Mit einem ernsten Blick fasste er sich wieder: «Ich sehe da das Problem der Nachhilfe vor mir. Wie, frage ich Sie jetzt, Isolde, kann ich Ihrer Tochter Nachhilfe geben, wenn …»

Frau Isolde H. setzte ihr Glas ab und runzelte die Stirn. ‹Was will er mir jetzt sagen?›, dachte sie wohl.

«Ich nehme selbstverständlich auch gerne Nachhilfe an», fuhr Ray fort, und sie meinte sicher, es ginge immer noch um die Nachhilfestunden, die er erteilte, «aber ich halte es für keine gute Idee, wenn die jeweils andere Partei beobachtet, wie Nachhilfe gegeben wird.» Dabei schaute Ray fast wie unauffällig auf die Wand zu ihrem Schlafzimmer, um ihr nach einem kurzen Moment tief und mit einem Lächeln in die Augen zu sehen.

Da verstand sie, wie er es in etwa meinte. Ein Lächeln kam über ihre Lippen, und aus ihren Augen strahlte sie Ray, zunächst vorsichtig, aber deutlich begehrend an. «Sie führen ja sehr tiefsinnige, hintergründige Gedanken. Ray, ich bin erstaunt!» Sie nippte an ihrem Glas.

Dann erklärte Ray: «Es würde die Beziehungen unter den drei gerade in dieser Wohnung anwesenden Personen unter Umständen immens stören. Der Erfolg einer Nachhilfe wäre dann sowohl hier», und er schaute in Richtung von Silkes Zimmer, «als auch da», er blickte in Richtung ihres Schlafzimmers, «ausgeschlossen.»

Sie hatte ganz verstanden, was er ihr zu verstehen geben wollte. Glücklicherweise auch keinen Deut mehr.

Dann sagte sie noch einmal: «Ich heiße Isolde!» und ließ ihr Glas mit seinem erklingen. Sie lächelten einander an und wussten um ihr gegenseitiges Begehren.

Bis Ray und Isolde den Wein ausgetrunken hatten, flirteten sie miteinander, was das Zeug hielt. Aber rechtzeitig, bevor Silke ins Zimmer kam, konnte er Isolde erfolgreich ermahnen, ihre Tochter «… niemals nicht etwas davon wissen zu lassen!»

Die Folge davon war, dass Ray die ‹Wohnung H.› am Montag morgen auf Isoldes Wunsch hin aufzusuchen hatte, sie wolle ihm doch ‹ihre Nachhilferäumlichkeiten› zeigen. Und, um es vornweg zu nehmen: Montag, halb zwölf, schickte Ray Isolde, Silkes Mutter, mit befriedigt glänzenden Augen zur Arbeit. Sie wusste nicht, dass ihre Tochter nur vier Stunden später ganz genauso strahlen würde. Isolde erfuhr dies nie.

Ray verabschiedete sich gegen neun Uhr abends. Silke würde ihn morgen, Mittwoch nachmittag, anrufen, ob er kommen könne. Und sie, die Tochter, benahm sich auch entsprechend anständig, ohne ihre äußere Gelassenheit übertrieben zu spielen. Mutter Isolde hingegen brachte Ray mit freundlichsten Worten und unter dem strahlenden Gesicht eines Honigkuchenpferdes zur Tür und freute sich, ohne Worte, auf den gemeinsamen Montag morgen, der kommen würde.

Als Ray mit dem Aufzug nach unten fuhr, war er sich gewiss, dass er das fast Unmögliche geschafft hatte, er freute sich auf Isoldes heiße Fotze und das kommende Abenteuer mit Silke. #

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Kommentar 1: bin gespannt wies weitergeht. Ein paar geschichten mit achselhaaren und behaarten frauen wären super. wer hat sowas.
von:andreas
Datum:06.08.06

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