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Jugenderlebnisse - Kapitel 5: Heute
Vielen Dank an "Joogy56" für diese Geschichte, welche wir per E-Mail erhalten haben.
Seit damals ist eine Menge an Jahren vergangen. So 35 , in etwa. Was ist aus uns allen geworden? Ich fange mal bei meinem Adoptivvater Otto an. Zwei oder drei Jahr später hat er in Singapore eine Frau kennengelernt. So schnell als möglich hat er sich scheiden lassen und diese Asiatin geheiratet. Er ist in Asien geblieben und arbeitete bis zu seiner Pensionierung für seine Firma im asiatischen Raum. Das letzte Lebenszeichen datiert von Ende 2005. Meine Adoptivmutter Anni hat die Scheidung nicht verwunden. Die Umstellung, viel weniger Geld (Unterhalt aus diesen Ländern einzutreiben ist schwierig, auch heute noch), die gesellschaftliche Blamage einer verlassenen Ehefrau, das alles war zu viel für sie. Sie nahm all ihre Schlaftabletten auf einmal und entschlief sanft. Ulrike lernte bald nach meinem 18-ten Geburtstag den Mann ihres Lebens kennen. Er war Elektriker, und der Sohn eines selbständigen Handwerkermeisters. Ihre Hochzeit war das letzte gemeinsame Treffen der Familie. Vor ca. 15 Jahren wurde bei ihr ein sehr bösartiger Tumor entdeckt. Als die vernichtende Diagnose (inoperabel) unzweifelhaft feststand, verließ sie ihren Mann und zog mit einem sehr jungen Lover zusammen. Ich weis noch nicht einmal wo sie beerdigt ist. Die "Tanten" waren nicht mehr gesehen als meine Adoptivmutter das Haus verlor, und die finanziellen Mittel knapp wurden.
Und ich? Nun, das übliche, Schule, Bundeswehr, Studium, Beruf, Heirat, Kinder, Scheidung. Aber eins ist geblieben, über all die Jahre, den dünnen roten Schlauch habe ich noch. Wer mehr über ihn erfahren will, oder mal persönlich mit ihm Bekanntschaft machen möchte, schreib doch einfach an 102226@gmx.net.
Würde mich freuen Gleichgesinnte jedweden Geschlechts zu finden.
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