Anzeige:

Wissenswertes

DIE ELTERLICHE ZUCHT

Junge Damen in den Flegeljahren

Das Familienmagazin "Tribüne der Zeit" in den 50er Jahren

"Tribüne der Zeit" - unter diesem Namen erschien seit 1. August 1954 eine Monatszeitschrift, die laut Untertitel sich als "Familienmagazin für freie Meinung und Diskussion" verstand. Als Herausgeber fungierte der Gerichts- und Kriminalverlag oHG, der seinerzeit auch die angesehene "Gerichts-Zeitung" herausgab Getreu dem Untertitel verstand sich das Magazin als Organ für die Veröffentlichung von Leserbeiträgen. Themenschwerpunkt hierbei war die Erziehung des Nachwuchses, wobei die Anwendung körperlicher Züchtigungen eine wesentliche Rolle spielte. Diese Ausführungen spiegelt das Erziehungsverhalten - insbesondere auch die Anwendung von körperlichen Züchtigungen - in den 50er Jahren wieder. Grund genug, in einem (diesem) Beitrag die Leserzuschriften auszuwerten und teilweise zu veröffentlichen.

Über die Ausführung der Körperstrafen

Viele der Beiträge beschäftigten sich damit, wie die körperlichen Züchtigungen ausgeführt werden sollten. Ein wesentliches Moment ist in der Leserdiskussion das Höchstalter für die Anwendung von Körperstrafen. In der Regel wird dabei das 18. Lebensjahr angegeben, wobei allerdings einige Zuschriften ausführen, daß die Prügelstrafe auch darüberhinaus - so bis zum 21. Lebensjahr - angewandt und praktiziert wird.

Welche Hilfsmittel nun sollten bei der Prügelstrafe angewandt werden? An erster Stelle aller genannten Instrumente wird der Rohrstock empfohlen. Über seine Beschffenheit äußerte sich eine Mutter wie folgt: "So kann festgestellt werden, daß vielfach die notwendige Geschmeidigkeit des Rohrstockes unbeachtet bleibt. Es sollte betont werden, daß für kleinere Kinder ein gerade gewachsenes, dünnes und sehr geschmeidiges Stöckchen von vier bis sechs Millimeter Durchmesser und sechzig bis siebzig Zentimeter Länge, für große Jungen und Mädchen ein gerade gewachsener, ausgesprochen biegsamer Rohrstock von sieben bis acht Millimeter Durchmesser und fünfundsiebzig bis fünfundachzig Zentimeter Länge im Mittel angemessen ist". Der Rohrstock wird nicht nur für Schläge auf den Hintern, sondern auch für Hiebe auf die Handflächen (sog. "Tatzen") empfohlen: "Für die Bestrafung unserer beiden Mädel, 11 und 13 Jahre, benutzt meine Frau ein ebenfalls biegsames Stöckchen von 70 cm Länge, 0,8 cm stark. Sie erhalten die Schläge nur auf die Handflächen".

Auch die Birkenrute fand Anwendung. Ein Leser schreibt über dieses Hilfsmittel: "Dann die Birkenrute, aus geschmeidigen Zweigen zusammengebunden. Manche halten sie für zu "schlapp", aber glauben sie mir, sie zieht gehörig, wenn sie richtig gebraucht wird".

Neben dem Rohrstock werden als geeignete Zuchtmittel die verschiedensten Arten von Peitschen genannt. Eine Mutter von zwei Kindern schreibt: "Es kann mich nicht irre machen, wenn einige mit der Peitsche die Begriffe 'Mittelalter' und 'Mißhandlung' verbinden werden. Ich habe die Lederpeitsche am eigenen Leib erlebt wie an meinen Kindern und gefunden, daß sie nicht nur das wirksamste, sondern auch das humanste aller Züchtigungsmittel ist. Sie bereitet den größten momentanen Schmerz, aber ihre Striemen verschwinden am ehesten und lassen die Züchtigung bald vergessen. Deshalb bin ich für die Peitsche".

Die Klopfpeitsche ist dabei die in den Leserzuschriften meistangewandte Peitsche. Über deren Beschaffenheit und Wirksamkeit schreibt die Mutter einer 15jährigen Tochter: "Bei uns gibt es ... immer Schläge mit einer Klopfpeitsche. Es handelt sich dabei um ein Strafinstrument, das aus einem kurzen dicken Stiel besteht, an dem fünf dünne, lange Lederriemen hängen. Diese schmiegen sich beim Schlagen gut an den jeweiligen Körperformen an. Außerdem hat eine solche Peitsche den Vorteil, daß während der Züchtigung die Schmerzhaftigkeit größer als beim Rohrstock ist... Mein Mann war begreiflicherweise sehr böse und hat Uschi dieses Mal besonders nachdrücklich versohlt. dadurch trafen die Riemen der Klopfpeitsche mehrmals dieselben Stellen, das gab dann dort blutunterlaufene Schwielen... Als endlich das Strafgericht beendet war, bedeckten dicke, dunkelrote Striemen Uschis Po und Schenkel bis zu den Kniekehlen".

Auch die "einfache" Lederpeitsche erfreute sich großer Beliebtheit, auch deshalb, weil "sie sehr handlich" ist: "Falls neben Stock und Gerte auch die bewährte kleine Lederpeitsche als Strafhelfer angewandt wird, ist darauf zu achten, daß sie glatt und möglichst dünn und schmiegsam ist. Sie hinterläßt weniger Spuren und ist bei den Missetätern ihrer nachhaltigen Wirkung wegen sehr gefürchtet. Wenn ich sie ... benutze, gebe ich die Strafe auf den nackten Podex, um Schäden zu vermeiden".

"Eventuell noch eine leichte, runde Lederpeitsche aus weichem Leder, sie tut gute Dienste, vor allem ist sie sehr handlich". Oft wird die Hundepeitsche als die "einfache" Lederpeitsche bezeichnet. Eine Mutter von zwei Kindern im Alter von vier und fünf Jahren schreibt über die Anwendung von Lederpeitsche (Hundepeitsche), Klopfpeitsche und Reitgerte:"... daß für eine zwar nachdrückliche und schmerzhafte, aber bald vorrübergehende Züchtigung eine Lederpeitsche viel geeigneter ist. Sie tut zwar im Augenblick weher als der Stock, aber durch die Weichheit und Schmiegsamkeit des Leders werden die tieferen Schichten weniger in Mitleidenschaft gezogen, daher verschwinden auch die Spuren der Peitsche schneller als die des Rohrstockes... Ob man eine einfache geflochtene oder eine Klopfpeitsche anwenden soll, wird sich nach der "Schwere" der Missetat richten ... Daher bin ich dafür, die Peitsche auf den entblößten Gesäß anzuwenden. Ich glaibe, daß ich als junge Ehefrau von 24 Jahren und Mutter zu diesem Thema gehört werden kann, denn ich habe bis zu meiner Brautzeit die Peitsche meiner Mama zu spüren bekommen - und war damals doch schon 18 Jahre! ...dafür legte sie uns lieber auf die Bank, entblößte die Sitzfläche und gab uns die Peitsche zu schmecken. - Das heißt, ich bin ungenau: sie besaß deren zwei, eine dünne Reitgerte, die wir sehr fürchteten, weil die Spuren meist eine Woche lang zu fühlen waren, und eine geflochtene Lederpeitsche, die wahnsinnig weh tat, aber deren Stiemen schneller verschwanden... Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich auch für mein Pärchen (Vier und Fünf) eine Lederpeitsche angeschafft, nachdem ich es anfangs mit der Reitgerte versucht hatte".

Daß bei einer strengen Züchtigung sowohl Rohrstock als auch Peitsche miteinander Verwendung finden können, schildert der Vater einer 17jährigen Tochter: "... bestanden wir bei der Rückfälligen diesmal streng darauf, daß sie selbst ihr Kleid ablegte und sich der Schlüpfer entledigte... bekam sie vierzig ganz feste über den nackten Popo gezogen, die Hälfte davon wieder mit dem dünnen Rohrstock, die letzten zwanziig mit einer sehr biegsamen Lederpeitsche, durch die die Haut weniger verletzt wird als durch den Stock".

Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, daß beispielsweise noch der (Leder-)Riemen, die Gerte und der (Teppich-)Klopfer in den Leserzuschriften als weitere Hilfsmittel genannt wurden.

Die Peitsche

Auch die Anzahl der Hiebe wurde in den Zuschriften eifrig diskutiert. Häufig wurde als Regel angegeben: "Anzahl der Hiebe je nach Lage der Dinge, sollte aber die obligaten 25, höchstens 30, nicht übersteigen". Waren jedoch die Verfehlungen zu arg, empfehlen zahlreiche Leser, die Obergrenze auf 35, 40 oder gar 50 Schläge auszudehnen. Eine solche Zuschrift schildert eine Züchtigung mit 50 Hieben, wie sie ein Vater von fünf Kindern (zwei Mädel von 15 und 16 Jahren, drei Jungs u.a. von 18 und 19 Jahren) praktiziert: "Wir mußte in das Arbeitszeimmer meines Vaters kommen... Er teilte uns mit, daß er uns verhauen werde, wir sollten auf unser Zimmer gehen und uns für die Abstrafung fertig machen. Wir zogen uns dort aus, mein Vater kam, in der Hand die bei ihm übliche Lederpeitsche, mit der er uns zu bestraen pflegte. Wir legten uns quer über eine hölzerne Kommode und erhielten abwechselnd jeder 50 Schläge langsam und kräftig gleichmäßig verteilt über das Gesäß und die Oberschenkel übergezogen. Jeder Schlag schmerzte unendlich, und wir brüllten wie am Spieß, aber keiner wagte sich, aufzuspringen... Wenn nun in zahlreichen Leserzuschriften darauf hingewiesen wird, daß man eine derartige Anzahl von Hieben nicht aushalten kann, so muß ich aus eigener Erfahrung das Gegenteil sagen, und ich glaube, daß man ... schon einige Zeit zuschlagen muß, um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen".

Auch die Fesselung während einer Züchtigung wurde von den Lesern diskutiert. Ein Schreiber plädiert dafür, das Kind zur Ausführung der Prügelstrafe zu fesseln, damit eine Prügelstrafe ordnungsgemäß ausgeführt werden kann: "Manche Eltern, die ganz gerne zur Strenge übergehen wollten, weil ihre Ermahnungen nichts fruchten, unterlassen die Versohlung des Töchterleins nur deshalb, weil sie befürchten oder erfahren mußten, daß die Züchtigung in eine Balgerei ausartet. ...nimmt die Unartige ihre wohlverdiente Strafe nicht gutwillig hin, so muß ihr eben ihre Bewegungsfreiheit entzogen werden, was durch Binden der Hände und Füße erfolgen kann".

Und ein 18jähriges Mädel schildert ihre Abstrafungen mit Hilfe von Fesselung und Rohrstock wie folgt: "Untergebracht bin ich bei meiner sehr strengen Tante, die auch noch zwei Kinder hat, einen Buben mit 11 Jahren und ein Mädchen mit 15 Jahren. Es ist mir in meiner kurzen Zeit meiner Anwesenheit schon aufgefallen, daß diese Kinder wegen jeder Kleinigkeit Schläge bekommen... Vor etwa einem Monat kam ich ... etwas zu spät vom Geschäft nach Hause. Ohne lang zu reden, nahm meine Tante den Rohrstock... Als ich mich ... wehrte, nahm sie eine Schnur und fesselte mir die Hände auf dem Rücken, so daß ich mich nicht mehr rühren konnte und versetzte mir mindestens 15 oder 20 Hiebe mit dem Rohrstock... seit dieser Zeit bekomme ich regelmäßig wegen Geringfügigkeiten gleiche Prügel, wozu mir immer zuvor die Hände zusammengebunden werden".

Auch die Demütigung, in insbesondere durch die Entblößung erfolgt, wird von den Lesern als eine notwendige Erziehungsmaßnahme gewürdigt. Ein 17jähriges Mädel unterwirft sich einer solchen Beschämung mit der Begründung, daß die Entblößung zur Verschärfung einer Strafe gerechtfertigt sei: "Und bei größeren Verfehlungen gibt es sogar das doppelte Quantum und - um ganz erhlich zu sein - dann auf den völlig Bloßen, worüber ich mich, da ich schon sehr groß bin, besonders schäme: Aber Mamuschka sagt, daß auch bei der Bestrafung verschiedene Abstufungen notwendig seien, weshalb die Hosen runter müßten und sie selbst wäre früher nur immer so gestraft worden. Es leuchtet mir ein, daß die Entblößung eine wesentliche Verschärfung der Strafe darstellt, da sie peinlicher ist und das dünne Röhrchen auf den nackten Popo noch heftiger zieht".

Ein weiterer Leser schlägt verschiedene Arten der Demütigung bei der Prügelstrafe an Mädchen vor: "Ansonsten dürfte die Strafe besonders demütigend ausgeführt (vor Dritten, Mitzählen der Hiebe, anschließend Ecke stehen), bedeutend wirkungsvoller und heilsamer sein, als im Allgemeinen".

Zahlreiche Leserbeiträge befürworten die Aufstellung von Strafordnungen, damit die Kinder wissen, "woran sie sind". Ein Beispiel einer solchen Zuschrift: "... legte sie an einem Sonnabend abends ... einen neuen, etwa 80 cm langen, biegsamen Rohrstock und eine Reitgerte ohne Schmitze vor mich auf den Tisch. Gleichzeitig übergab sie mir die Abschrift eines maschinen geschriebenen Bogens... Sie ging das mit 'Strafordnung' bezeichnete Schriftstück mit mir durch. In dieser Strafordnung waren alle nur möglichen Vergehen, denen ich mich möglicherweise schuldig machen konnte, in sieben Stufen eingeteilt, in der Weise, daß bei jeder Stufe bezeichnet war, was darunterfallen sollte. Unter jeder Stufe war ein für allemal die Strafe bezeichnet und festgelegt. Das fing z.B. bei der Stufe 1 an mit: '5 Schläge auf den Hosenboden mit dem Rohrstock', bei Stufe 3 hieß es: '10 Schläge auf den Nackten mit dem Rohrstock' und bei Stufe 7 hieß es: '25 Schläge auf den Nackten mit der Reitgerte'".

Auch das Führen eines Strafregisters habe eine heilsame Wirkung, wie eine Leserzuschrift feststellt: "Eine mir bekannte Dame, die zwei Töchter allein zu erziehen hat, läßt die Halbwüchsigen gleich nach jeder Züchtigung in ein Heft einschreiben, warum, wieviele, womit, wohin und mit welcher Wirkung die Schläge erfolgt sind. Sie gibt an, das Nachlesen dieses Strafregisters habe eine heilsame Wirkung auf die beiden Mädchen".

Erzieher / Eltern über die körperliche Züchtigung

Ein Vater schreibt, daß gerade die Prügelstrafe Kinder in den Flegeljahren kurieren würde. Über die Anwendung des Rohrstocks u.a. bei seiner 16jährigen Tochter äußert er sich wie folgt: "Mit Interesse verfolge ich die Diskussion um die körperliche Züchtigung bei Kindern und Jugendlichen. Für eine solche Bestrafung sind meist nur Eltern von mehreren Kindern, dagegen sind meist kinderlose Theoretiker, die glauben, berufen zu sein, den hier völlig unangebrachten Humanismus propagieren zu müssen. Ich selbst ... muß sagen, daß ich mit einer ordentlichen Tracht Prügel stets am besten durchkomme... Kinder wollen ihre Freiheiten haben und sie werden im entsprechenden Rahmen auch zugelassen, aber in den sogenannten Flegeljahren wird oft übers Ziel geschossen...".

Und ein weiterer Leser stellt über die Erziehung in den Flegeljahren kurz und bündig fest: "Mit der wachsenden Erkenntnis, daß eine strenge Erziehung immer noch die beste Erziehung ist, werden die unangenehmen Seiten der Flegeljahre wieder verschwinden".

Ein Vater schlägt seine 16jährigen Tochter, weil er sein Kind liebt: "Für Unarten ... habe ich kein Verständnis, sondern dann ist eine ordentliche Tracht Prügel immer am Platze... Ich gehe ... von der Überzeugung aus, daß eine fühlbare und harte Bestrafung im Elternhaus einem Kinde bis zu 18 Jahre (Junge oder Mädel) weder körperlich noch seelisch schaden kann... Wenn sich auch ein Fräulein Tochter beleidigt fühlt, wenn es vom Vater mal tüchtig Wichse erhält, später ist es dankbar, zu einem ordentlichen Menschen erzogen worden zu sein. Eben weil ich mein Kind liebe, will ich es zu einem guten erziehen in der Absicht, es ein für allemal von strafbaren Handlungen abzuhalten... Am ungefährlichsten ist immer wieder die Tracht Prügel auf das Hinterteil, jedoch muß der Erzieher beherrscht und sinnvoll strafen. So wie meine Kinder viel Liebe entgegengebracht bekommen, erfahren sie auch harte Strafe, wenn es nötig ist...".

In einer Leserzuschrift tritt ein Lehrer für die Anwendung körperlicher Züchtigungen ein, damit "verbotene Handlungen" unterbleiben: "Warum soll die körperliche Züchtigung falsch sein? Wenn man einmal darüber nachdenkt, welchen Sinn Erziehungsmaßnahmen haben, dann kommt man doch zu folgendem Ergebnis: Der zu Erziehende soll nachdrücklich über die Gefährlichkeit, das Verbotene usw. einer Handlung belehrt werden. Diese Belehrung soll so eindringlich sein, daß sie eine lange Zeit wirkt und nicht wiederholt werden braucht. Will das Kind eine 'verbotene Handlung' begehen, so soll sofort das Erinnerungsbild auftauchen, so daß eine beabsichtigte Handlung unterbleibt. Nun sind die Triebe, die das Kind in seinem Tun beherrschen, meiner Ansicht nicht gleich stark und vor allem selten so stark, daß sie nicht gehemmt werden könnten".

Auch zur Erlernung des Gehorsams sollte der Rohrstock helfen: "... Bei anderen Kindern wieder muß hie und da der Rohrstock nachhelfen, um dem Kinde das Bewußtsein zu geben, daß es gehorchen muß... Es dürfte nicht soweit kommen, daß die Jugend unter Hinweis auf die heutige Zeit sich Freiheiten nimmt, die als ungebührliches Benehmen und Lümmelhaftigkeit ausartet. Es war schon immer so, daß Lüge und Trotz, Frechheit und Arroganz, Überheblichkeit und Faulheit der Anfang aller Übel war, daran ändert auch due heutige Zeit nichts und deshalb müßten alle Eltern und Erzieher darauf achten, daß die Kinder keines dieser Übel als die sogenannte Freiheit der neuen Zeit betrachten".

Ein Vater einer 18jährigen Tochter schlägt vor, zumindest bis 18 Jahre bei jeder Untat den nackten Hintern auszuhauen: "Eine kräftige Züchtigung auf das völlig entkleidete Hinternteil ist die wirkungsvollste Strafe für Kinder. Die Strafe muß gerecht und im rechten Augenblick erteilt werden, dann ist es zu ihrem Vorteil. Ich bin der Überzeugung, daß wir 50-60% weniger straffällig werdende Jugendliche hätten, wenn man schon in der Schulzeit mit der körperlichen Züchtigung als Haupterziehungsmittel vorginge".

Ein weiterer Leser plädiert für Bestrafungen auch bei kleineren Vergehen, da sich Kinder dann umso mehr Mühe geben würden, zu parieren: "Wenn ein Kind seine Eltern lieb hat, ist es auch bereit, ihnen zu folgen, und wenn es sich etwas zu schulden kommen läßt, ist es bereit, diese Schuld zu bekennen und durch eine angemessene Strafe zu sühnen, damit die Schuld, die nun seiner Liebe im Wege steht, möglichst bald beglichen wird. Wenn seine Bindung zum Erzieher stark genug ist, wird es sogar einsehen, daß auch kleinere Vergehen bestraft werden müssen. Solche Kinder können noch mit 18 Jahren, wenn sie Strafe verdient haben, dem Erzieher den Rohrstock bringen, ihr Gesäß entblößen und die gewünschte Strafstellung einnehmen. Auch einer sehr strengen Züchtigung widersetzen sie sich nicht und zeigen hinterher keine Spur von Trotz, sondern sind für die Wiederversöhnung herzlich dankbar. Diese Kinder bedauern ihr Vergehen, begreifen die Notwendigkeit der Strafe und werden durch sie gebessert. Wenn der Erzieher streng mit ihnen ist, geben sie sich um so mehr Mühe, zu parieren".

Betroffene über die Züchtigung

Aus den Zuschriften eines Großteils von Jugendlichen geht hervor, daß sie die Prügelstrafe als Erziehungsmittel akzeptieren. Ein 19jähriges Mädel schreibt: "Ich habe zwar sehr viele, aber nciht zu viele Hiebe gekriegt... Mir sind jedenfalls die Hiebe nur gut bekommen und ein paar blaue Striemen auf dem Hinterteil sind ja ganz gesund und bestimmt keine 'Mißhandlung'. Die Hiebe kriegte ich mit einer dünnen, aber starken, biegsamen Gerte, später, als ich schon 15 und 16 war, manchmal auch mit der Klopfpeitsche... Also kann auch ein weiblicher Wildfang mal des öfteren eine strenge Züchtigung vertragen".

Für ein 17jähriges Mädel ist die körperliche Züchtigung die humanste Strafe, die sie kennt: "Obwohl ich auch noch zu den 'Betroffenen' gehöre, glaube ich, daß diese Art der Bestrafung richtig ist, denn sie ist in Wirklichkeit die humanste, die ich kenne. Unter meinen Freundinnen sind einige, die ebenfalls noch durchgehauen werden, wenn sie etwas ausgefressen haben, und einige, die andere Strafen erhalten. Ohne Strafe geht es bei keiner, aber die anderen Strafen sind meistens viel schlimmer. Das finde ich deshalb, weil Schläge nicht lange dauern. Wenn man sie überstanden hat, ist die Übertat gesühnt und man hat kein schlechtes Gewissen mehr. Meine Eltern tragen nichts nach und sind hinterher genau so freundlich wie sonst. Es ist dann ganz so, als ob man nichts getan hätte. Andere Strafen dauern meist länger und das ganze Leben zu Hause ist dann fürchterlich. Wenn meine beiden jüngeren eschwister oder ich Schläge bekommen sollen, so sprechen unsere Eltern mit uns erst in Ruhe darüber und erklären uns, warum die Strafe jetzt gerecht und notwendig ist. Das haben wir dann fast immer eingesehen. Aber trotzdem haben wir durch Bitten nicht erreichen können, daß wir dann nicht geschlagen wurden... Trotz meiner 17 Jahre finde ich, daß eine Tracht Prügel keine Folterung und auch keine Demütigung oder Schändung ist... Bei uns sieht es niemand als eine Schande an, wenn man Durchgehauen wird...".

Ein fast 18jähriger Knabe schreibt, daß ihm und seinen Geschwistern (zwei Schwestern 15 und 16 Jahre alt und zwei Brüder 12 und 13 Jahre alt) jedesmal die Eltern leid getan hätten, wenn sie geschlagen wurden, "weil wir gegen diese, die uns so gut sind, so ungezogen waren...": "... Trotzdem sind wir unseren Eltern deswegen nicht böse, im Gegenteil. Denn wir wissen ganz genau, daß wir das alles selbst verschuldet haben. Es liegt nun an uns selbst, uns so zu benehmen, daß uns die sehr schmerzhaften Hiebe überhaupt ganz erspart bleiben. Jedesmal, wenn einer von uns die sehr fruchbaren Schmerzen auf den Hintern zu spüren bekommt, tun uns allen nicht die noch so schmerzhaften Hiebe leid, sondern unsere Eltern, weil wir gegen diese, die uns so gut sind, so ungezogen waren, oder weil wir sie angelogen haben. Kurz nach den erhaltenen schmerzhaften Hieben bitten wir alle unsere Eltern um Verzeihung und geloben, 'nie wieder' Grund zu Hieben zu geben".

Für viele Jugendliche ist eine körperliche Züchtigung sogar wichtig, um nicht mit dem Strafgesetzbuch in Berührung zu kommen. Ein 21jähriger Bürogehilfe führt dazu aus: "... denn ich habe bei mehreren früheren Schulkameraden festgestellt von denen ich genau weiß, daß sie zu Hause nie Prügel bezogen haben, die häusliche Humanität sehr geschadet hat. Sieben Jungen von meiner Schulklasse sind bereits ... vorbestraft... Betonen muß ich, daß alle Jungen von sehr ordentlichen, aber auch sehr humanen Eltern abstammen".

Ein 21jähriges Mädchen bezeichnet das Zusehen einer körperlichen Züchtigung bei ihren ein und zwei Jahre jüngeren Schwestern als besonders erzieherisch: "Irgend erwas Beschämendes haben meine Schwestern und ich nie empfunden, wenn wir uns zur Abstrafung die Hosen ausziehen mußten... Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen nur empfehlen, die Strafen ruhig vor den Augen der anderen Geschwister durchzuführen. Auf mich jedenfalls hat das Zusehen, wenn eine meiner Schwestern Schläge mit dem Rohrstock bekam, immer sehr abschreckend gewirkt. Hierbei scheint es mir notwendig, die Züchtigung auf den nackten Popo zu vollstrecken, denn gerade zusehen zu müssen, wie das spanische Rohr Schwielen zieht, ist besonders erzieherisch... In ihrer erzieherischen Wirkung aber haben sie bei ihrer heilsamen Schmerzhaftigkeit, wie ich aus eigener Erfahrung bei meinen Schwestern und mir durchaus bestätigen kann, doch oft einen nicht zu verachtenden Erfolg aufzuweisen. Ich wenigstens sehe heute ein, daß Muttis Erziehung eine sehr vernünftige war und daß auch mir als Mädel der Stock nichts geschadet hat".

Lernen mit Schlägen

In den Zuschriften an die Tribüne der Zeit wurde auch die Frage diskutiert, ob durch körperliche Züchtigungen mindere Leistungen gebessert werden können:

Ein Mädel schreibt: "Soll nur der mangelnde gute Wille durch Strafe herausgebildet werden oder sind auch schlechte Leistungen straffällig, die einfach mit Können oder Nichtkönnen zusammenhängen? Der erste Teil dieser Frage wird meistens bejaht. Das heißt, Faulheit, Sturheit, Unaufmerksamkeit soll mit dem Stock geahndet werden. Wie steht es aber mit schlechten Leistungen, die anderen Ursprung haben? Meine eigenen Erfahrungen hat mir gezeigt, daß manche mindere Leistung durch Strafen gebessert werden kann, auch die, von der das Kind behauptet: besser kann ich es beim besten Willen nicht. Man soll sich hier nicht täuschen lassen und zunächst solche Entschuldigungen nicht gelten lassen. Man soll der Sache auf den Grund gehen und auch hier den Stock anwenden. Erst dann kann der Erzieher hiervon Abstand nehmen, wenn es sich innerhalb von vier bis sechs Monaten zeigt, daß trotz Hiebe alles beim alten bleibt. Aber es gibt leider Fälle, wo die Entschuldigung: ich kann es eben nicht, nur eine faule Ausrede ist". Nicht unerwähnt soll bleiben, daß sich die Leistungen dieses Mädchens in einer Sportschule gebessert haben.

In einer Leserzuschrift wird geschildert, wie Übungsfehler bei einer Zirkusprobe korrigiert wurden: "Bald erfuhren wir auch, daß er einer strengen Erziehung unterlag. Besonders streng war seine Lehrmeisterin, die ihn bei der Zirkusprobe mit einer Reitgerte zu Höchstleistungen antrieb. Ein paarmal war ich selbst Zeuge einer solchen Probe. Der Bube hing in der Longe und übte Saldos. Wenn die Leistungen nicht gut und exakt durchgeführt wurden, dann setzte es schneidig geführte Peitschenhiebe über die Beine, daß der Junge jedesmal aufschrie".

Ein 19jähriger schildert, wie die Schularbeiten durch Schläge u.a. bei ihm und seinen 15 und 16 Jahre alten Schwestern überwacht wurden: "Zu unserer Erziehung, vor allem für die Überwachung unserer Schularbeiten wurde nach dem Kriege eine Lehrerin ins Haus genommen... Im Herbst letzten Jahres teilte mein Klassenlehrer meinem Vater mit, daß meine Versetzung zu Ostern gefährdet sei, wenn ich mich nicht mehr anstrengen würde... Seit diesem Tage wurde die etwas gelockerte Disziplin durch unsere Erzieherin wieder straffer und bei Durchsicht der Schularbeiten lag der Rohrstock griffbereit auf dem Tisch. Hatten wir nicht ordentlich gelernt oder aber unsere Arbeiten flüchtig gemacht, mußten wir uns über die Sofalehne oder den Tisch bücken und erhielten eine Anzahl durchziehender Schläge mit dem etwa einen Meter langen dicken Rohrstock...".

Mädchen und Züchtigungen

In den verschiedensten Leserzuschriften wurde auch recht intensiv über die Anwendung von körperlichen Züchtigungen bei Mädchen diskutiert. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Leser für gleiche Strafen bei Jungen und Mädels eintreten, da ansonsten der Gerechtigkeitssinn darunter leiden würde. In der Regel sollten Mädchen bis zum 18. oder 19. Lebensjahr gezüchtigt werden, wobei einige Leser - darunter auch die "betroffenen" Mädels selbst - bis zum 21. Lebensjahr Stock- und Peitschenhiebe befürworten.

Bei der Mädchenerziehung wird empfohlen, das Mädel durchschnittlich einmal wöchentlich zu schlagen, um "für entsprechenden Gehorsam zu sorgen". Ein Leser empfiehlt insbesondere, junge Damen in den Flegeljahren durch nicht zu seltene Behandlung des Hintern von Unarten abzuhalten: "Wer täglich die vielen Ungezogenheiten, vor allem größerer Mädchen, mit ansieht, der wundert sich nicht, daß die Mehrheit der befragten Eltern entschieden für kräftige häusliche Prügelstrafen ist. Unverständlich erscheint, daß häufig eine niedrige Altersgrenze vorgeschlagen wird. Die Ungezogenheiten kleiner Mädels sind doch meist Kindereien, durch mangelnde Einsicht und Überlegung entstanden. Da wird doch fast immer genügen, wenn die Rute bereitliegt und das Mädel genau weiß, daß diese im Ernstfall feste über den Podex klatscht. Aber mit 12 oder 13 Jahren sieht es schon anders aus, da beginnen die Flegeljahre und freche Antworten, störrisches Benehmen, Faulsein in der Schule und Umgehen jeder häuslichen Arbeit sind an der Tagesordnung und bringen die Eltern in Verzweiflung! Da also und in den folgenden Backfischjahren wird es notwendig sein, durch nicht zu seltene Behandlung des nun schon wohlgepolsterten Hinterteiles für entsprechenden Gehorsam zu sorgen. Ob das noch mit der Rute wirksam ist, bezweifle ich und sind sicher Stock und Gerte geeigneter, von Unarten abzuhalten. In vielen Fällen wird auch die bereits berufstätige 'junge Dame' mitunter verdienen, über den Diwan gelegt zu werden und mit Striemen übers Sitzfleisch belohnt zu werden. Verbotener Umgang, ungeeignete Lektüre, spätes Heimkommen, sinnlose Geldausgaben, mangelnde Kleiderpflege, freche Lügen u.ä. lassen sich kaum auf die Dauer anders austreiben, als mit Klopfer und Riemen. Und speziell alleinstehende Mütter sollten sich nicht überumpeln lassen, sondern ihren Willen streng durchsetzen und auch die 'große Tochter' nicht zu selten versohlen. Nachgiebigkeit und Schwäche schaden beiden Teilen mehr, als Konsequenz und Unerbittlichkeit bei der Abstrafung. Die Häufigkeit sollte allerdings von dem Benehmen des Mädels abhängen, der Durchschnitt mag bei einmal wöchentlich liegen, um nicht alltäglich zu werden, was abstumpfend wirken würde...".

Ein Leser ist gar der Auffassung, daß Mädchen härter angefaßt werden müßten als Jungen: "... vertrete ich hier noch einmal die unerschütterliche und felsenfeste Überzeugung, daß Mädchen nicht nur genauso, sondern oft noch mehr Prügel haben müßten als Jungens".

Daß gerade bei Mädels die körperliche Züchtigung eine wirk- und heilsame Erziehungshilfe ist, schreibt ein weiterer Leser: "Bekannte von uns, die mehrere Töchter haben, machten die Feststellung, daß gerade heranwachsende Mädels eine weiche Erziehung und elterliche Nachgiebigkeit als Schwäche ansehen und sich auch danach verhalten. Sehr viele Mädcheneltern wenden mit gutem Erfolg körperliche Strafen für ihre Töchter an und empfehlen die körperliche Züchtigung als wirk- und heilsame Erziehungshilfe gerade bei Mädels. Selbst häufige und kräftige Hiebe werden von den meisten Mädchen den sogenannten humanen Strafen vorgezogen, vorausgesetzt, daß diese wissen, daß ihre Eltern gerecht und aus Liebe strafen".

Ein anderer Leser befürwortet Schläge bei Mädchen, um sie auf den rechten Weg zu führen: "Auch die gefährdete weibliche Jugend unserer Tage bedarf, um auf den rechten Weg geführt zu werden, einer guten und strengen Erziehung".

Eine Frau schreibt, daß Züchtigungen gerade bei Mädchen einen guten Einfluß haben: "Ergänzend möchte ich noch sagen, daß viele Mädchen mit 14 - 16 Jahren ordentlich strenge Hiebe am meisten gut täten. Bei mir war es jedenfalls so".

In den Leserzuschriften wird dafür plädiert, daß selsbtverständlich auch Männern Mädchen schlagen dürfen und sollten: "Ich kann eines nicht verstehen, daß immer den Männern das Recht, bei den Mädchen zu strafen, abgesprochen wird... Ich bin für Rohrstock-Züchtigungen. Aber dann für Mädchen und Buben und gleiches Recht auch für den Mann".



Zurück
Sie sind der -te Besucher seit 01. Januar 2002

Deboras High-Heels Seiten